Chronische Erkrankung

Ein anstrengender Schultag liegt hinter mir.
Sechs Stunden Gespräche über chronische Krankheiten und Krisen.Meistens reden sie von körperlichen Krankheiten, wie Diabetes, Rheuma, Morbus Crohn.

Was aber ist anzufangen mit einer Diagnose wie z.B. chronisch rezidivierende Depression?
Was versteht man überhaupt unter “chronischer Krankheit”?
Krankheiten, die entweder Ergebnis einer degenerativen Veränderung psychischer oder somatischer Zustände sind oder dauernde somatische oder psychische Schäden oder Behinderungen zur Folge haben (Definition nach Waltz. 1981)
Das Erfahren der Diagnose einer chronischen Erkrankung führt bei vielen Menschen erstmal zu einer akuten Krise. SChließlich stellt diese Diagnose ja doch meist das komplette Leben auf den Kopf. Pläne und Ziele müssen in Frage gestellt und überdacht werden. Die Zukunft, von der man doch zumindest in irgendeiner Weise bestimmte Vorstellungen hatte, wird ungewiss und unsicher. Die berühmte Sinn-Frage steht plötzlich im Raum. Macht das alles noch einen Sinn? Wird sich mein Leben fortan nur noch um meine Erkrankung drehen? Wenn ich alle meine Träume und Zukunftspläne in den Wind schießen möchte, welchen Wert hat dann noch mein Leben?
Symptome wie Hoffnungs- und Antriebslosigkeit bis hin zur schweren Depressionen (und nicht zu vernachlässigen auch Suizid) können auftreten. Allerdings ist die Krise in diesem Sinne zeitlich begrenzt, d.h. vorübergehend.

Wie ist das aber mit einer psychischen Erkrankung, die chronisch ist?
Meiner Meinung nach kann man dies nicht unbedingt mit der Bewältigung einer chronischen körperlichen Erkrankung gleichsetzen. Ich bin so depressiv, denn ich habe gerade erfahren, dass ich chronisch depressiv bin. Wohl kaum.
Meist gehen bei den psychischen Erkrankungen vor der Diagnosestellung “chronisch” schon viele Krankheitsphasen voraus. Krankheitsphasen, in denen man noch hoffen kann, dass diese Phase nur einmalig stattfindet und man danach wieder vollkommen gesund ist. Der Verlauf bis zum “chronisch” ist also schleichender, meist hat man es für sich selbst schon längst begriffen, bevor der Arzt es überhaupt erwähnt.
Auch ist eine psychische Erkrankung meist schon so eine Krise. Dementsprechend steckt man bei Erfahren der Diagnose meist bereits im Versuch der Krisen- Bewältigung. Natürlich MUSS dies nicht so sein. So kann das Wörtchen “Chronisch”, also die Gewissheit, dass die Krankheit bzw. die Krankheitsphase immer wiederkommen werden, auch jede Hoffnung zerstören, die Krise verschlimmern und die Person um Längen nach hinten zurückwerfen. In diesem Fall ist wohl nur zu hoffen, dass sich die betreffende Person gerade in “intensiver” Behandlung befindet.
Bei Krankheiten, die in Phasen(“Schüben”) verlaufen, kann es außerdem sein, dass die betroffene Person, während einer gesunden Phase die Diagnose komplett vergisst. Während Krankheitsphasen ist sie dann jedoch umso schmerzhafter bewusst (was natürlich auch bei körperlichen chronischemn ERkrankungen so sein kann).

Was meint ihr? Ich fände es interessant eure MEinungen zu dem Thema zu lesen 😉

Immer noch Frau N.

Ich komme zum Waschen ins Zimmer. Sie sieht mich an, deutet auf ihre Bettnachbarin, mit der sie sich nicht sonderlich gut versteht, und sagt:
“Ich bin heute morgen aufgewacht und dachte ich liege neben einer Mumie!
Aber dann hat sie sich wieder bewegt…”

2. Lehrjahr!!!

Ich habe es geschafft, ich bin endlich über das verfluchte 1. Ausbildungsjahr rausgekommen! Yeah!

Na ja, noch nicht ganz, erst am Anfang des nächsten Monats, aber nun hab ich Urlaub und sollte ich nicht in den nächsten zwei Wochen unerwartet versterben, wovon ich jetzt erstmal natürlich NICHT ausgehe, werde ich nach dem Urlaub ins 2. Lehrjahr starten. Und ich freue mich!

In meinen bisherigen zwei Versuchen (allerdings in anderen Gebieten) bin ich nämlich nie übers erste (halbe) Jahr hinausgekommen. Meinen ersten Ausbildungsversuch musste ich leider aufgrund von eigener Krankheit abbrechen und das Studium, das ich danach begonnen habe, war absolut nicht mein Ding, also habe ich mich ins Pflegepraktikum gerettet und danach das Studium geschmissen.

ABER NUN GEHT ES AUFWÄRTS!!!

Ich freue mich auf neue Herausforderungen, die das neue Ausbildungsjahr definitiv mit sich bringen wird, neue Aufgaben, neues Wissen.

7 Rules of Life

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Weil ich es so wahr fand. Manchmal findet man bei Facebook eben doch noch etwas sinnvolles.

1. Auch ich neige dazu gerne ab und an in der Vergangenheit zu leben. Altem nachzutrauern und mir Vorwürfe zu machen, weil einiges in der Vergangenheit nicht geklappt hat, wie ich es gerne wollte bzw. nicht ganz so toll gelaufen ist und ich einiges auch echt verbockt habe. Aber was bringt es mir? Was bringt es mir ewig darüber nachzugrübeln, was wäre wenn… mir Vorwürfe zu machen und mich schlecht zu fühlen?
Ich habe immer noch eine Zukunft, aus der ich das Beste machen kann… ein Zukunft, in der ich versuchen kann alte Fehler zu vermeiden, so gut es eben möglich ist…

2. Natürlich ist es durchaus sinnvoll sich auch mal Gedanken darüber zu machen, was andere von einem denken. Besonders in einem Beruf, wie ich ihn lerne. Allerdings sollte man sich nicht STÄNDIG darüber Sorgen, was andere von einem denken könnten, ob sie einen wohl mögen, ob sie wohl einverstanden sind, mit dem was man gerade gesagt hat etc. Vor allem nicht im Alltag. Man kann nicht jedem Menschen gefallen, es wird immer jemanden geben, der einen nicht leiden kann, so wie es auch immer Leute geben wird, die ich nicht ausstehen kann. Frage ist dann nur, wie man damit umgeht.

6. Niemand ist Schuld, wenn ich mit mir und meinem Leben nicht zufrieden und deshalb unglücklich bin. Ich allein bin meines Glückes SChmied 😉

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Entschuldigt den kleinen Exkurs. Ende 😉

Zurück auf Station.

Frau N. leicht dement (?) ist etwas unruhig, möchte einen anderen Arzt haben und vor allem möchte sie jetzt nach Hause gehen. Ein bisschen nett diskutieren. Nein, sie nimmt sich jetzt ein Taxi und fährt nach Hause. Sie mag den Arzt nicht. Und überhaupt liegt sie ja nur rum hier.
Dann möchte sie ganz schnell auf die Toilette.
In den letzten Tagen bekam Frau N. dafür immer das Steckbecken, aber ich bin bereits vor einer Woche mit ihr aufgestanden und weiß, dass sie durchaus auch zur Toilette gehen kann. Langsam richtet sie sich also auf. Als sie auf der Bettkante sitzt und sie aufstehen möchte, sagt sie “Nu geht es schon los. Ich kann doch nicht in die Hose pinkeln!” Ich möchte sie beruhigen und sagen: “Selbst wenn, ist es nicht so schlimm, sie haben ja eine Schutzhose an!” Frau N. guckt mich an, dann lässt sich rücklings wieder ins Bett fallen und ruft:
“DANN PINKEL ICH EBEN IN DIE HOSE!”

Ein paar Stunden später. Frau N. bekommt mit, dass sie eine Bettnachbarin hat (nach einigen Tagen). Sie guckt irritiert auf und zu der Dame herüber. Winkt und grüßt. Beim Zurücksinken sagt sie laut zu mir:
“Noch so ein Opfer!”

Die Frau ist echt toll! 😉 Sehr nett und freundlich und durch bestimmte Kommentare auch wirklich lustig. Vor allem, da sie eben teilweise auch echt klar und lustig zusammen ist.